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Die Opfer der innerdeutschen Grenze und Berliner Mauer
Viele Menschen haben
versucht, die DDR über die Berliner Mauer und die
innerdeutsche Grenze zu verlassen. Einige haben es
geschafft, aber über 1065 Menschen mussten ihr Leben
lassen. Die Opfer an der Berliner Mauer und
innerdeutschen Grenze teilen sich wie folgt auf:
Getötete Flüchtlinge vor und nach dem 13.August 1961:
getötete
Flüchtlinge/Personen Berliner Grenze/Mauer: 37 / 190
getötete Flüchtlinge/Personen innerdeutsche Grenze: 247
/ 237
getötete Flüchtlinge/Personen Ostsee: 17 / 164
bei Fluchtversuch getötete DDR-Grenzsoldaten: 18 / 19
sonstige Todesfälle, auch außerhalb der DDR: 59 / 77
Eines der ersten Opfer der Mauer in Berlin war am
22.8.1961 Ida Siekmann
Ida Siekmann sprang am
Tag vor ihrem 59. Geburtstag aus der dritten Etage ihres
Wohnhauses in der Bernauer Strasse 48 auf den in
West-Berlin gelegenen Bürgersteig. Vor ihrem Sprung
hatte sie lediglich einige Federbetten auf den Gehweg
geworfen, die ihr jedoch keinen ausreichenden Schutz
boten. Sie kam bei ihrem Fluchtversuch ums Leben.
Peter Fechter starb
am 17.August 1962 an der Berliner Mauer
Er wurde am 17. August
1962 von Grenzsoldaten der DDR erschossen, als er
versuchte, die Mauer Richtung West-Berlin zu
übersteigen. Schwer verletzt lag Peter Fechter fast eine
Stunde lang ohne medizinische Hilfe im Grenzstreifen am
Fuße der Mauer. Die West-Berliner Polizei durfte nicht
eingreifen. Auch die Posten der West-Alliierten am
Checkpoint Charlie schalteten sich nicht ein. Erst nach
fast einer Stunde wurde der Sterbende von den
Grenzsoldaten der DDR abtransportiert.

Michael
Gartenschläger starb am 1. Mai 1976 im Auftrag der Stasi
beim Abbau einer SM-70
In der Nacht auf den 1.
Mai 1976 wollte er zusammen mit zwei Helfern eine dritte
Selbstschussanlage von der Grenzanlage zwischen
Schleswig-Holstein und der DDR abbauen. Michael
Gartenschläger wusste zwar, dass man die
Selbstschussanlagen nach seiner zweiten Aktion am 23.
April modifiziert hatte und er deshalb beim unachtsamen
Entfernen einer SM-70 von einer anderen getroffen worden
wäre. Aber er ahnte nicht, dass seit dem 24. April ein
Sonderkommando des Ministeriums für Staatssicherheit auf
ihn wartete, denn das Vorhaben war von einem IM der
Stasi verraten worden, der allerdings weder den genauen
Ort noch den Tag der geplanten Aktion hatte angeben
können. Weil Michael Gartenschläger und seine zwei
Helfer kurz vor Mitternacht an der Grenze bei
Wendisch-Lieps im Kreis Hagenow Geräusche hörten,
brachen sie das Vorhaben ab. Damit man später sehen
konnte, dass wieder jemand an der Grenze war, wollte
Michael Gartenschläger nur kurz eine der
Selbstschussanlagen auslösen und sich dann ebenfalls
zurückziehen. Dabei wurde er ohne Vorwarnung erschossen.
Das waren nur einige Beispiele von Opfern die an der
Innerdeutschen Grenze ihr Leben lassen mussten.

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