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Der Grenzsignalzaun war
eine der sichersten Arten der Grenzsicherung an der
Innerdeutschen Grenze
Mir sind
drei Formen des Signalzauns bekannt (chronologisch
geordnet):
- ca. 3-Meter Streckmetallzaun mit Abweisern Richtung
DDR - an denen 4 Reihen Stacheldraht als Signaldrähte
angebracht waren
- ca. 2-Meter-Zaun - unten ein Streckmetallfeld, darüber
12 Reihen Stacheldraht als Signaldrähte und am oberen
Abschluß Abweiser in Richtung DDR, wiederum mit 3 oder 4
Reihen.
- ca. 2-Meter-Streckmetallzaun - davor in Richtung DDR
(von unten nach oben) alle 30 cm Reihen aus Stacheldraht
als Signaldraht und darüber Abweiser in beide Richtung
mit je 4 Reihen.
An die Signaldrähte war eine Signalspannung angelegt,
die sowohl auf Unterbrechung als auch auf Kontakt mit
einem anderen Signaldraht reagierte. Eine einfache
Berührung eines Signaldrahtes führte noch nicht zur
Auslösung. Diese Alarmtechnik ließ sich nur am
Schaltkasten abstellen, der sich jedoch zwischen
Signalzaun und Grenzzaun befand.
Der Grenzsignalzaun war in Felder unterteilt. In der
Führungsstelle waren Signalgeräte (Standard KSB -
Kompaniesignalgerät Brocken) aufgestellt, die eine
Auslösung innerhalb eines Feldes anzeigten. Somit wusste
der Kommandeur Grenzsicherung auf ca. 300 m genau, wo
die Auslösung erfolgt war und konnte die Maßnahmen zur
Abriegelung in der entsprechenden Richtung befehlen. An
den alten Zäunen (erste und zweite Beuart s.o.) war der
Zustand der Signaldrähte zum Teil so schlecht, dass zur
Überprüfung der Auslösung die Drähte an den
Kontaktstellen erst mit dem Taschenmesser blankgeputzt
werden mussten. Mit dem neuen Zaun hatte ich selbst
keine Erfahrung mehr.
Wildauslösungen gehörten sowohl an den Signalzäunen als
auch Minen zur Tagesordnung. Im Vergleich dazu waren
aber technische Auslösungen häufiger. Abgesoffene Kabel,
Kurzschluss durch Regen- oder Tauwasser,
Spannungsschwankungen, fehlerhafte Schaltschränke,
extreme Temperaturschwankungen - solche Dinge haben uns
mehr beschäftigt als Rehe und Wildschweine. Interessant
waren Füchse. Die haben sich mit schöner Regelmäßigkeit
unter den ca. 60 cm tief eingegrabenen
Streckmetallplatten durchgegraben ohne auszulösen, aber
zum Schrecken der Kontrollstreifen. Der mir bekannte
Rekord waren 62 Auslösungen in einer Nacht (Gott sei
Dank nicht bei uns im Abschnitt).
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Die Anfänge des Grenzsignalzaunes waren einfacher Natur:
2 potenzialseitig abwechselnd gespannte Drähte, die in
der FüSt mit einer Kontrollleuchte einen Stromkreis
bildeten. Problem dabei war, daß wenn Kleinspannung
unter 42 V (und die war Grundvoraussetzung) verwendet
wurde, der Draht am Zaun einen sehr hohen
Eigenwiderstand hatte, weshalb Felder zwischen 200 - 300
m schon das Maximum darstellten. Mit diesem Zaun konnte
man Unterbrechungen und auch Kurzschluß überwachen. Die
einfachste Version hatte nur ein Relais im
Stromkreislauf, welches bei Unterbrechung oder
Kurzschluß abfiel und so einen Alarm im entsprechenden
Feld auslöste. Das Grundproblem (hoher Eigenwiderstand
der Zaundrähte) führte dann zu einer Verbesserung.Es
wurde eine Frequenzüberwachung aufgebaut, die mit
niederer Frequenz (durchaus im hörbaren Bereich) eine
deutliche Verbesserung der Signalfelder erreichte. So
wurde dann der Stacheldraht mit einer Frequenzspannung
betrieben, welche im Schaltkasten auf Frequenzresonanz
ausgewertet wurde. Dadurch wurde der Zaun empfindlicher,
und es bedurfte keinem Kurzschluß oder Unterbrechung, um
ein Zaunfeld auslösen zu lassen. Der Innenwiderstand
eines Menschen, der gleichzeitig zwei unterschiedliche
Drähte berührte, reichte aus, um das Feld zur Auslösung
zu bringen. Somit löste aber auch ein hineinfliegender
Vogel oder eine sich am Zaun kratzene Wildsau, Rehwild,
hineinwachsende Pflanzen z.B. dann den Alarm am Zaun aus
Der
Grenzsignalzaun an der Innerdeutschen Grenze - wie oben
erklärt - in Bildern

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